01.10.2017 - Mit Systematischer Prospektion an's Ziel

 

Was gibt es schöneres, als einen jungfräulichen Bach aufzusuchen und ihm sein Geheimnis zu entlüften?

Dies im Kopf fuhren wir am 1.10. endlich wieder einmal hinaus zur Prospektion eines bis dato noch unbekannten Flüsschens. Dieser Bach hat sogar eine Vergangenheit im Team - hier hat Sören, damals noch etwas kleiner, mit vollerem Haar, jedoch mindestens genauso kindisch, einen Teil seiner Kindheit verbracht .... wohl schon im Wissen, dass er nicht das letzte mal mit Eimer und Schaufel hier spielen durfte 

Wohlan, dann kommt mal mit!
Montag - Samstag, Wetter: Sonnenschein, "goldener Herbst", um die 20°C - alles tip top!
Sonntag: Bestes Buddelwetter bei 10°C und Sprühregen 

Doch ein Golder muss tun, was ein Golder tun muss - mal wieder richtig einen abgolden!
So führte es uns ins ruhige Dresdener Hinterland, in dem uns auch prompt nebst 2 wohl gesonnenen Ziegen ein Pferdefuhrwerk begegnete, dessen Führer und sogleich auch als Goldsucher identifizierte. Mit einem "Viel Glück" im Gepäck, ging es nun durch Wald und Flur an ein sanft dahinfließedes Flüsschen.

Hier angekommen wurde sogleich eine Anhäufung von Material ausfindig gemacht. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine klassische Bank, sondern um eine (von uns so beschriebene) "Geröllzunge" einmal quer durch den Fluss. 
Nun, wie entsteht sowas?
Klassisch würden wir meinen, dass sich darunter eine Quer zur Fließrichtung liegende Verwerfung aus Gestein befinden müsste. Da hier jedoch in keiner Weise Grundgestein zu Tage tritt und damit vermutlich auch nicht in solcher Oberflächennähe im Fluss erscheint, muss dies einen anderen Grund haben. Da wollen wir doch mal euer Schwarmwissen anzapfen - wer hat eine findige Idee, die so etwas erklärt? -> In die Kommentare damit!

Diese "Geröllzunge" wurde nun begutachtet und vorab mit der Pfanne prospektiert. Kleiner Tipp am Rande: seid ihr zu zweit bietet sich das sog. Konzentrationswaschen mit der Pfanne sehr gut an. Dabei wird eine Pfanne Material bis maximal zum ersten Blacksand ausgewaschen und neu befüllt. Damit erhält man schnell und effizient ein genaueres Ergebnis pro Prospektionsloch. 4 Pfannen haben sich mittlerweile bei uns eingespielt. Flitter fanden sich in jeder Pfanne, mal mehr, mal weniger 

Interessant hierbei zu erwähnen: die Größe der Steine und deren Verteilung in der Bank gibt euch schon eine gute Information ohne überhaupt ein Loch gemacht zu haben. Die Vorüberlegung, die dies darstellt, wurde dabei bestätigt - seht ihr eine "Linie" RELATIV großer Steine in der Materialanhäufung, so ist diese wahrscheinlich höffiger, was das Gold angeht, als der restliche Teil dieser  

Nachdem aus diesen beiden Dinge dann die "Goldlinie" erdacht wurde, haben wir kurzerhand ca 150l gesiebtes Sediment durch die Rinne gejagt - das Ergebnis könnt ihr auf dem Bild bestaunen, belächeln oder trocken anglotzen - wie es gefällt 

Mit diesem höchst erfreulichen Ergebnis ging es dann Heim! Was dabei besonders schön ist: Sören sieht diesen Bach nun mit zweierlei Maß und das auch noch doppelt schön 

Vielen Dank fürs lesen, Fragen, Glückwünsche und Katzenvideos wie immer in die Kommentare! Über einen Daumen wird sich gefreut 
Wir sehen uns am Fluss!