29.04.2017 - Everything is Bigger in Bavaria!

 

Wir (Paul und Sören) sind seit circa 2 Jahren aktive Goldsucher. Es zieht uns fast jedes Wochenende vor die Tür, um die Flüsse und Bäche der Region nach dem gut versteckten Edelmetall zu durchkämmen.

 

In dieser Zeit sind wir am Bach auf zahlreiche Gestalten gestoßen:

Wanderer, Angler, Kräutersammler, Kanuten, Hundehalter die zum Abrichten Ihrer Tiere in den Wald fahren, Pferdehalter die zum Abrichten Ihrer Tiere in den Wald fahren…

Eltern, die zum abrichten ihrer Kinder ...ihr wisst was kommt.... 

 

Andere Goldsucher waren aber noch nicht dabei.

 

Insofern war das Treffen der Facebook-Gruppe „Goldschürfer-Aktiv-Bayern“  eine tolle Gelegenheit für uns, zum ersten Mal andere Goldverrückte außerhalb des Internets zu treffen.

 

Samstag 4:30 Uhr, der Wecker klingelt. Im Kopf: Bayerwald, Gold, Treffen … nichts wie los!

Also ab auf die Autobahn und wie es sich gehört ist man zu dieser Zeit fast allein unterwegs, sodass es recht fix voran ging und man, unterbrochen von zwei Überprüfungen innerdeutscher Autobahnörtlichkeiten gegen 11 Uhr am Knaus Campingpark Viechtach ankam. 

 

Hier hat man uns Zwei Tage zuvor noch die letzten 2 Zimmer aufgetrieben, worüber wir unglaublich dankbar sind …. anscheinend ist diese Gegend schon im April ein beliebtes Reiseziel. Verständlicherweise, denn die Landschaft allein hat es schon in sich :-)

 

An der Rezeption gab man uns dann die von der Gruppe für Nachzügler hinterlegten Koordinaten zum Spot,  Dort angekommen bot sich uns ein einzigartiges Bild. Über ca 200m zogen sich hier und da die Goldschürfenden  zwischen den Gräsern, vereinzelt auch weiter im Fluss oder erschöpft am Ufer sitzend die Kiesbank entlang. Einige haben wir gar übersehen, was wir später belustigt festgestellt haben … Tarnung ist eben alles ;-)

 

Nach der obligatorischen Begrüßung aller Teilnehmenden ging es dann auf Platzsuche und schnell stellte sich heraus, dass aufgrund der Wassersituaion keine klassische Keene A52 Betriebsfähig ist ohne großen Aufwand. So hieß es: Innenleben raus, Aktivmatte rein und auf Eimerbetrieb einstellen. Dies gelang sehr gut und bald zeigten sich die ersten Flitter …. 15 an der Zahl, aus der Deckschicht an einer nicht allzu höffigen Stelle …. das Golderherz schlägt hoch! Gute Aussichten für den zweiten Tag!

 

Dies soll es im Grunde auch gewesen sein am ersten Tag … eine zweite Fuhre bestätigte das Ergebnis, zwischendurch wurde gequatscht, gelacht und ausgetauscht. Viel Know-how wurde begierig aufgesaugt und wird uns in Zukunft sehr nützlich sein. Danke dafür an unsere „Nachbarn“, die Truppe um Torty (@Freiheit durch Gold / Goldschürfen, Goldwaschen, Glazialmorphologie) :-)

 

Am Abend ging es dann im Camp zum Grillplatz, an dem man sich dann noch beim ein oder anderen Bier ausgetauscht hat, Kontakte knüpfte und für die Zukunft vorgenommen hat mal zusammen zu waschen, wenn es die Zeit hergibt. Wir freuen uns drauf!

 

Tag 2 begann mit dichtem Nebel der sich jedoch schon bei der Abfahrt begann zu verziehen, was in wolkenlosen, blauen Himmel mündete. Am Spot angekommen sahen wir, dass der Wasserstand etwas runtergegangen ist und …. dass die hübsch teure Spatenschaufel ihr letztes Loch allein gegraben hat. Hier zeigten sich leider starke Abnutzungserscheinungen, was so nicht sein sollte …. da muss etwas neues her!

Der Motivation tat dies aber keinen Abrieb, also haben wir zuerst weiter vorn an einem etwas größeren zugänglichen Felsen probiert zu schaufeln, jedoch war es bei dem Wasserstand und der anliegenden Strömung doch mehr gefährlich als ratsam da weiterzumachen, zumal wir uns auch immer mehr wunderten, wo denn der Rest bleibt. (Später haben wir dann erfahren, dass die restliche Gruppe an einen anderen Ort ausgewichen ist)

Wir gingen dann an den Ort, wo Tags zuvor „Tortys Truppe“ gegraben hatte und suchten uns daneben eine noch nicht ganz zerfurchte Stelle. 

 

----Leider hat hier die Technik Zeitweise versagt, sodass leider keine Fotos davon existieren. Als Ersatz wurden Steine übers Wasser „geflitscht“, was sicher auch Ästetisch ist ;-) ----

 

Hier wurde in die passende Schicht gegraben und dort zeigte sich, wie schon tags zuvor, das gelbe Metall in seiner Pracht – Know-how erstmals erfolgreich umgesetzt würde ich meinen ;-)

 

Ergänzend dazu gab es eine Menge Granate, einige Augenweiden, die gut in der Hand liegen und den ersten kräftigen Sonnenbrand des Jahres. 

So viel dazu. 

 

 

Folgende Infos konnten wir zusammenfassend mitnehmen:

 

1. Die „Großen Steine“, hinter denen man bekanntermaßen graben sollte, haben eine Kantenlänge, die in Sachsen bereits Inselstatus besitzt, solch große Brocken sind bei uns extrem selten.

Schaufeln aus Vollstahl sind absolut überlegen. Die angeblich super-soliden Schaufeln mit Fiberglasstil halten circa 4 Monate, dann brechen die Nieten.

Wathosen halten weit weniger aus als die Titanic

Wir brauchen dringend einen Neoprenanzug/Neoprenwathose (Wer kennt eine gut? Ab in die Kommentare damit!)

Nicht nur die Steine, auch die Goldflitter können beachtlich groß sein.

 

 

Es war ein cooler Kurzurlaub mit tollen Leuten in einer wunderschönen Gegend,Gold und Know-how, von dem wir noch lange zehren werden. Beser geht’s nicht :-)

 

Ein besonderer Dank geht an: 

 

Florian – Für die Organisation und Einladung! Man sieht sich in kürze ;-)

Torty und Klaus – danke für die Einblicke und Informationen bzgl der Goldsuche, die uns sicher gut helfen werden. 

 

Allen anderen: Es war uns ein inneres Kirschenpflücken mit euch – bis zum nächsten mal, machts gut und gut Fund!